Der einsame Rattenjunge und andere Geschichten [4]

Death of the Outsider

Blut quoll aus der Wunde in seiner Handfläche. Bald quoll das Blut auch aus seinen Augen und rollte in langen, fleckigen Tränen sein Gesicht herab. Die weiße Ratte lag zusammengerollt in seiner gezeichneten Hand, geschützt von der seltsamen Magie des Jungen.

Er taumelte durch die Straßen von Dunwall. Die Welt schreckte bei seinem Anblick zurück, aus Angst vor der Seuche, die seinen Körper befallen hatte. Es gab nur noch einen einzigen Ort für ihn.

Bald fand er den Schrein, der ihm diese Kräfte verliehen hatte. Das Gebilde war still und reglos, selbst als der Junge vor ihm auf die Knie sank. Er hatte gehofft, den Outsider noch einmal zu sehen, doch der junge Mann erschien nicht mehr. Das Kind hob im Dreck der Gosse den Blick und fühlte, wie das Nichts nach ihm griff.

Die, die ihm wehgetan hatten, waren tot. Er lächelte - für die einzige Person, die in seinem kurzen Leben Mitleid mit ihm gehabt hatte. Er legte sich vor dem Schrein auf die kalten Steine.

„Danke“, flüsterte er schmerzerfüllt in die Nachtluft. Seine letzten Tage waren ohne Angst gewesen.

Das Leben floh aus seinem Körper und sein Lächeln erschlaffte zu einem stumpfen Starren. Seine kleine weiße Ratte schlüpfte aus seiner Hand und leckte ihm das Blut von der Wange.

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