Sie bringen uns fort, eine nach der anderen. Wir waren zu neunt. Wir haben ihre Namen gerufen, um ihre Schreie zu übertönen. Aber sie schrien weiter, selbst als unsere Stimmen zu einem heiseren Flüstern verkümmerten.
Meine Schwestern, die nach der Musik zurückkehren, hören nicht mehr auf zu weinen. Sie wollen weder essen noch schlafen. Wir versuchen, sie in den Arm zu nehmen, doch sie stoßen uns weg. So wird es uns allen ergehen, früher oder später.
Ich bin als Letzte übrig. Ich weiß nicht, wie viele Tage ich schon hier bin. Sie lassen die Lampen zu jeder Stunde an, sodass wir kein Sonnenlicht sehen können.
Heute war ich an der Reihe.
Wenn ich die Augen schließe, kann ich die Musik manchmal immer noch hören. Ich muss wach bleiben.
Nimm das alte Skalpell, das du gefunden hast. Stich dir in die Finger. Beobachte, wie das Blut hervorquillt. Du bist am Leben! Du bist am Leben! Bis auf die Knochen. Die Aufseher können dich dort nicht erreichen. In dir steckt immer noch etwas, das sie nicht berührt haben. Es steckt tief, tief in dir drin.
Ich will nicht sterben.