Mace Brimsleys Tagebuch

Dishonored

Erster Tag
Als der Totenzähler kam, war ich mir sicher, dass sie auch mich mitnehmen würden, wenn sie entdeckten, dass meine Frau krank war. Ich sagte ihr, sie solle sich tot stellen und ich tat dasselbe in der Hoffnung, dass die Inspektoren entweder zu faul oder zu dumm sein und nicht genau hinsehen würden. Wie ich es vermutet hatte, wurden wir auf den Seuchenwagen geladen, ohne dass einer von ihnen sich die Mühe machte, unseren Puls zu prüfen. Der Totenzähler schien sich nur für den Wert unseres Hauses zu interessieren.

Zweiter Tag
Ich weiß nicht, ob es Glück oder grausames Schicksal war, dass ich den Sturz vom Seuchenwagen überlebt habe. Ich vermute, es steckt ein übler Fluch dahinter, denn nicht nur, dass meine geliebte Frau ebenfalls unverletzt blieb, obendrein ließ sie sich auch durch die Seuche nicht davon abhalten, endlich ihr Plappermaul zu halten. Schon bald entdeckten wir, dass wir nicht die einzigen Überlebenden waren, denn eine kleine Gruppe drängte sich nahe des Rudshore-Tors, in der Hoffnung, eine Chance auf Freiheit zu erhalten.

3. Tag
Inzwischen sollte ich eigentlich die Auswirkungen der Krankheit in meiner Brust und im Hals spüren, doch abgesehen von Hunger und Durst spüre ich gar nichts.

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