Meine Reise nach Pandyssien - ein Rückblick [1]

Dishonored 2

Von Anton Sokolov
Einleitung

Einer meiner Kolleginnen besitzt eine atemberaubende Karte der bekannten Welt. Sie ist mit Schnörkeln und Seemonstern geschmückt und hat einen heiligen Platz über dem Kaminsims. Sie hat ein ansehnliches Sümmchen dafür ausgegeben und war höchst empört, als ich sie auf die zahlreichen Fehler darauf aufmerksam machte. Der größte Lapsus war sicherlich Umfang und Position des Kontinents Pandyssien. Ach, wie doch die Kartografen sich zu zeigen fürchten, wie klein und weit entfernt unser Kaiserreich doch ist - verglichen mit dieser gewaltigen Landmasse! Als wäre Pandyssien gerade ein paar Tagesreisen von Arran entfernt!

Dabei weiß doch jeder erfahrene Kapitän, dass es Monate dauert, diese fremden Gestade zu erreichen!

Ich hatte keinen Zweifel, dass Pandyssien reich an Rohstoffen war. Doch wir müssen diesen Ort verstehen lernen, wenn wir uns seine unzähligen Schätze eines Tages zu Nutze machen wollen. Das waren meine Gedanken, als ich mich der Expedition anschloss, doch die Fahrt stand unter keinem guten Stern, wie sich herausstellen sollte. Und so kam es, dass am dritten Tag des Monats der Erde, unter einem ruhigen, doch von Wolken verhangenen Himmel, die prächtige Antonia Aquillo samt Kapitän und Mannschaft, Forschern und mir selbst - insgesamt waren wir achtunddreißig - die Segel setzte und sich auf die grauenhafteste und beschwerlichste Reise meines Lebens begab.

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