Es war der Monat der Erde, vor drei Jahren. Der Himmel über Karnaca war voller Sterne. Ich erinnere mich noch ganz genau, denn das war der Tag, an dem ich meine Stelle im Kaiserlichen Konservatorium verloren hatte. Ich habe die Nacht auf diesem Dach verbracht, getrunken, auf die fernen Lichtpunkte geblickt und dort nach einer Antwort gesucht.
Eine Konstellation hob sich ab. Ein Wal mit einem hellen blauen Stern als Auge. Er war so wunderschön, irgendwie beruhigend, als ob er über mich wachte. Und am Tag drauf, als mir der Kopf noch dem Trinken dröhnte, fand ich etwas in einer Pfütze auf der Straße. Aus Walknochen, mit seltsamen geschnitzten Zeichen. Ein Glücksbringer - das dachte ich mir, und er funktionierte auch lange Zeit. Alles wurde besser.
Aber jetzt hat mich mein Glück verlassen, wie alle anderen auch, die mir etwas bedeutet haben und alles, was ich besessen habe. Es ist dumm, aber bin wieder hergekommen, um am Himmel nach dem gütigen Wal mit dem Stern als Auge Ausschau zu halten. Vielleicht wird dann alles wieder besser. Ich warte hier und beobachte. Wenn er zurückkommt, winke ich ihm zu und hoffe auf einen weiteren Segen. Sonst fällt mir nichts mehr ein.