Gefängnisse der Inseln

The Brigmore Witches

[Auszug aus einem Bericht im Auftrag des Kaiserlichen Meisterspions]

Das Auffälligste, das bei einem Vergleich der Gefängnisse auf den Inseln des Kaiserreichs ins Auge sticht, sind die Außenmauern, beziehungsweise deren gelegentliches Fehlen.

Ein wohlbekanntes (und gefürchtetes) Gefängnis wie Coldridge mit seiner langen Geschichte als Hauptgefängnis der Hauptstadt Dunwall weist eine Reihe physischer Barrieren auf, die Gefangene an der Flucht oder sogar an einem Fluchtversuch hindern. Coldridge besteht aus einem einzelnen, eindrucksvollen Bau, der mehrere Stockwerke hoch in den Himmel ragt. Das Gefängnis besitzt scharf bewachte Außentore und kleine Zellen, um die Gefangenen getrennt voneinander zu verwahren und so möglichen Absprachen unter Gefangenen vorzubeugen. Das Gefängnis wird von seinen hohen grauen Mauern dominiert und es wurden neue Technologien getestet, um die Sicherheit noch weiter zu erhöhen. Es ist nahezu undenkbar, dass jemand aus diesem Gipfel der modernen Gefängnisarchitektur entkommen kann.

Einen starken Kontrast hierzu bilden die Gefängnisse von Tyvia inmitten der Tundra im Landesinneren. Manche Arbeitslager dort besitzen überhaupt keine Außenbegrenzung. Man geht davon aus, dass ein von der harten Arbeit erschöpfter Gefangener das unwirtliche Klima und die hungrigen Wolfsrudel, die durch die Eiswüste ziehen, kaum überleben wird. Die tyvianischen Gefängnisbehörden stellen es jedem Gefangenen sogar frei, die Gefängnisse jederzeit zu verlassen. Bisher jedoch hat noch niemand den einsamen Weg durch Schnee und Eis bis zur nächsten Stadt geschafft. Aber interessanterweise werden diejenigen, die den Marsch wagen, nicht verfolgt. Sie sind freie Menschen, die ihre Strafe verbüßt haben.

In einer der nächsten Ausgaben werden wir den Minen von Serkonos einen Besuch abstatten, wo die Gefangenen arbeiten müssen, um zu überleben, und uns die Inselgefängnisse von Morley ansehen, die von eiskaltem Wasser voller hungriger Hexenfische umgeben sind.

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